Materialien

Zur Konstruktion der Spielgeräte orientieren wir uns an der natürlichen und einzigartigen Wuchsform der Robinienstämme. Hierbei verwenden wir nur splintfreie Robinienstämme.
Die angrenzenden Wände, Podeste und Decken werden entsprechend der Wuchsform angepasst. Hierfür verwenden wir Robinien-, Eichen- oder Lärchenholz.

Bei den verwendeten Lasuren und Farben handelt es sich grundsätzlich um wetterfeste Farben, welche der europäischen Normierung für Spielzeug EN Norm 71.3 entsprechen, und aus einer wasserlöslichen Basis bestehen.

Zusätzliche genutzte Materialen sind Edelstahl (Befestigungen) oder Herkulestau für Handläufe und Kletternetze. Darüberhinaus nutzen wir nur Zubehör welches TÜV geprüft ist und die jeweiligen Zertifikate vorweist.

Je nach Bodenbeschaffenheit werden von uns, zur Befestigung der Stämme Pfostenschuhe oder Beton verwendet. Der Fallschutz wird durch Kies, Sand und Hackschnitzel sichergestellt. Die jeweilige Verwendung erfolgt immer in Absprache mit dem Kunden.


Interessantes zur Robinie

Die Robinie, fälschlicherweise oft Akazie genannt, ist die einzige Holzart nicht tropischer Herkunft der Resistenzklasse 1 bis 2 in der DIN 68364 und auch in der DIN–EN 350–2 und damit das witterungsbeständigste Holz Europas. Zur Widerstandsfähigkeit von Hölzern gegen Zerstörung von Pilzen und Insekten, wird die Robinie der ersten Resistenzklasse zugeordnet, in der sonst nur Tropenhölzer zu finden sind.

Demnach kann die Robinie auch ohne Imprägnierung überall im Außenbereich verwendet werden.


Resistenzklasse

Holzart

1 - sehr dauerhaft

Robinie

2 - dauerhaft

Eiche, Eßkastanie, Thuja

3 - mäßig dauerhaft

Douglasie, Kiefer, Lärche

4 - wenig dauerhaft

Fichte

5 - nicht dauerhaft

Buche

- Resistenzklassen von Holz nach DIN EN 350-2

Unter den europäischen Holzarten nimmt das Robinienholz aufgrund seiner Widerstands- fähigkeit gegen abiotische und biotische Einflüsse eine Sonderstellung ein.
Selbst bei schlechter Qualität kann die Robinie im Durchschnitt mindestens 20 Jahre im Boden stehen bleiben.


Allgemeines zur Robinie

Das natürliche Lebensalter der Robinie liegt bei etwa 100 Jahren. Bei optimalen Standorts- und Wuchsbedingungen, kann aber durchaus ein Alter von 200 Jahren erreicht werden. Die Robinie zeichnet sich durch rasches Jugendwachstum aus, mit 2 Jahren z.B. kann sie durchaus schon Höhen bis zu 4 m erreichen. Die Robinie zeichnet sich durch ihre Schnellwüchsigkeit aus, so erreicht sie den Höhepunkt ihres Höhenwachstums schon in den ersten 5 Jahren, den des Dickenwachstums erreicht sie im ersten Jahrzehnt.

Die Robinie zählt zu den ringporigen Laubhölzern. Die Jahrringe der Robinie sind deutlich zu erkennen. Die Robinie ist ein obligatorischer Kernbildner. Der Splintholzanteil, von gelblicher bis weißlicher Farbe, der Robinie liegt bei 2 – 5 Jahrringen und ist somit sehr gering. Die Robinie zählt zu den Baumarten mit dem niedrigsten Splintholzanteil (Kiefer 6cm, Eiche 3cm, Robinie 1cm Splint).

Schon mit 4-6 Jahren bildet sie das gelblichgrüne bis grünlichbraune Kernholz aus. Eine Ver- kernung des Holzes bringt eine höhere natürliche Dauerhaftigkeit des Holzes mit sich. Nach MOLNAR (1988) wurde die Lebensdauer von Pfählen, Masten und Konstruktionsteilen aus Robinie wie folgt deklariert:


Umgebung

Haltbarkeit in Jahren

Im Freien, bei Erdberührung

15 - 30

Im Freine, ohne Erdberührung

60 - 80

Unter Wasser

500

Im Trockenen

500 - 1000

  

Das Holz der Robinie zählt mit einer mittleren Rohdichte von 0,73 g/cm3  zu den schwersten Holzarten Europas. Dadurch weist es eine sehr hohe Härte auf und hat zugleich eine sehr große Zähigkeit und gute Elastizität. Zu diesen positiven Eigenschaften kommen sehr gute Festigkeitswerte bei mittleren Bruchfestigkeiten, die deutlich über denen des Eichenholzes liegen. Das Durchbiegungsvermögen und der Abnutzungswiderstand sind überdurchschnittlich hoch. Im Vergleich zu Eiche, Buche und Fichte weist die Robinie ein geringes Schwindmaß auf (nach DENGG (1994).